Es ist „5 nach 12“!

Carola Söhn, Geschäftsführerin der SIMM Spielwaren GmbH und Ralph Edelhäußer, der direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Roth und Nürnberger Land im Deutschen Bundestag, trafen sich zu einem bilateralen Gespräch, um sich über die Zukunft der Spielwarenindustrie an sich und des Familienunternehmens im speziellen aus erster Hand auszutauschen. Dabei berichtete Carola Söhn, dass der ungleiche und verzerrte Wettbewerb zwischen Deutschland, der EU und asiatischen Unternehmen, ihr und vielen anderen in der Branche große Sorgen bereite.

„Es ist bereits 5 nach 12!“, so Söhn ernüchtert. „Nicht nur, dass bei uns nicht verkehrsfähige und zum Teil (hoch)toxische Produkte zu Dumpingpreisen im Direktvertrieb von China an den Endverbraucher vertrieben werden, sondern es kommt zusätzlich erschwerend hinzu, dass hierzulande die Produktsicherheit verpflichtend eingehalten werden muss und dadurch unter anderem Prüfkosten in teilweise sechsstelliger Höhe anfallen. Eine unnötige und sinnfreie Bürokratie wird infolge EU-Recht z. B. mit der Einführung der sogenannten eindeutig identifizierbaren Materialteilenummer überdies noch aufgebaut.“ Ralph Edelhäußer ist daher um die Zukunft der Branche in Deutschland und um die des Familienunternehmens, das seinen Sitz im größten Rother Ortsteil Eckersmühlen hat, besorgt: „Hier müssen wir im Zusammenspiel mit den Europaabgeordneten und den Kollegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion handeln, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht weiter zu schwächen. Unsere mittelfränkischen Familien-Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel aufgebaut. Das darf nicht durch Gesetze, Verordnungen und Regelungen in Frage oder gar zerstört werden!“ lassen.

Redakteur08