Beratung für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärken – Edelhäußer im Austausch mit den großen Nürnberger Sozialverbänden

Gute Integration beginnt mit verlässlichen Ansprechpartnern und konkreter Unterstützung vor Ort. Als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat der Bundestagsabgeordnete Ralph Edelhäußer deshalb das Gespräch mit den großen Nürnberger Sozialverbänden aus dem Bereich der Migrations- und Bildungsberatung gesucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Angebote für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die Herausforderungen der Beratungsarbeit und die Frage, wie die bestehenden Dienste langfristig stabilisiert werden können.

Bildquelle: Mathias Libor

Vertreterinnen und Vertreter von Garantiefonds Hochschule, von Caritas, Stadtmission, EJN, AWO, BRK und CJD gaben dabei Einblicke in ihre tägliche Arbeit und schilderten aktuelle Anliegen aus der Praxis. Gesprächspartnerin war unter anderem Katharina Leipe, Bildungsberaterin im Garantiefonds Hochschule. Sie berichtete aus der Beratungspraxis und machte deutlich, welche Bedeutung individuelle Unterstützung insbesondere für Menschen mit ausländischen Bildungsabschlüssen und für den Zugang zu Ausbildung, Studium und beruflicher Qualifikation hat.

„Die Beratungsstellen leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unserer Gesellschaft Fuß fassen können. Sie helfen dabei, Bildungswege zu eröffnen, Qualifikationen nutzbar zu machen und Orientierung zu geben. Dieses Wissen aus der Praxis müssen wir in die politische Arbeit einbeziehen“, erklärt Ralph Edelhäußer.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Stabilität der Beratungsstrukturen. Eine verlässliche Finanzierung und planbare Rahmenbedingungen seien entscheidend, damit die bestehenden Angebote dauerhaft zur Verfügung gestellt werden können. 

Edelhäußer betonte zugleich, dass Integration nicht allein eine Frage staatlicher Programme sei. Entscheidend sei das Zusammenspiel von Bund, Kommunen und den Trägern vor Ort. „Die Sozialverbände kennen die Herausforderungen aus erster Hand. Ihre Erfahrungen sind für die politische Arbeit unverzichtbar. Gerade deshalb müssen wir genau hinschauen, welche Beratungsangebote gebraucht werden und wie wir ihre Arbeit verlässlich absichern können“, so der Politiker aus der Kreisstadt Roth.

Er betonte auch, dass stärker darüber gesprochen werden sollte, was Menschen mitbringen und wie dieses Potenzial genutzt werden könnte. Denn gute Beratung hilft dabei, aus vorhandenen Fähigkeiten konkrete Bildungs- und Berufsperspektiven zu entwickeln.

Redakteur08