Pflege vor Ort stärken: Bundestagsabgeordnete Ralph Edelhäußer und Artur Auernhammer im Austausch mit der AWO

Wie können wir die Pflege zukunftsfest aufstellen und gleichzeitig dafür sorgen, dass gesetzliche Vorgaben im Alltag der stationären Einrichtungen praktikabel bleiben? Genau hierzu fand ein Austausch der Bundestagsabgeordneten Ralph Edelhäußer (Wahlkreis Roth) und Artur Auernhammer (Wahlkreis Weißenburg/Ansbach) mit Verantwortlichen des AWO Sozialen Kompetenz-Zentrums in Hilpoltstein statt. Beim Besuch wurde deutlich: Der Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes darf nicht bei neuen Regelungen stehen bleiben, er muss sich daran messen lassen, ob Pflegekräfte, Einrichtungen und Angehörige im Alltag tatsächlich entlastet werden.

Mit 107 Betten ist das AWO Soziales Kompetenz-Zentrum des AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd ein wichtiger Bestandteil der pflegerischen Versorgung vor Ort. Der AWO-Kreisverband beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bringt damit umfangreiche praktische Erfahrungen aus der täglichen Pflegearbeit ein.

Im Mittelpunkt standen der Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes und die Frage, wie Pflege vor Ort praxistauglich gestärkt werden kann. Neben weniger Bürokratie wurden realistische Personalschlüssel und die verlässliche tarifliche Refinanzierung thematisiert. Gesetzliche Vorgaben müssten dabei stärker an der Praxis ausgerichtet sein, etwa bei den Vorgaben zu Einzelzimmern. Zugleich sollen ambulante Angebote wie die Tagespflege gestärkt werden, um Angehörige zu entlasten und stationäre Pflege möglichst hinauszuzögern. Auch eine flexiblere und praxisorientiertere Nutzung der vorhandenen Pflegestrukturen und der Ausbau der Nachtpflege wurden als wichtige Punkte angesprochen.

„Der Besuch bei der AWO hat mir eindrücklich gezeigt, wie dringend wir die Pflege vor Ort stärken müssen. Das Pflegeneuordnungsgesetz muss deshalb dafür sorgen, dass Pflegekräfte entlastet, Angehörige unterstützt und Pflegeeinrichtungen langfristig verlässlich finanziert werden“, erklärt Ralph Edelhäußer.

Für Artur Auernhammer steht fest: „Gute Pflege braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, dass gesetzliche Vorgaben den Pflegealltag tatsächlich verbessern und nicht zusätzliche Belastungen für Einrichtungen und Beschäftigte schaffen.“

Die Hinweise und konkreten Erfahrungen aus der Praxis der AWO sollen laut Edelhäußer und Auernhammer in das weitere parlamentarische Verfahren einfließen.

Redakteur08