Tradition trifft Zukunft: Besuch bei der Winkler Mühle in Gustenfelden

Wie gelebte Tradition, unternehmerischer Mut und Innovation zusammengehören, zeigt sich beim Betriebsbesuch der Winkler Mühle in Gustenfelden. Auf Einladung der Bayerischer Mehlkönigin und Müllermeisterin Luisa Winkler besuchte der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Ralph Edelhäußer gemeinsam mit weiteren Vertretern der CSU und der Mittelstandsunion diesen traditionsreichen Rohrer Familienbetrieb.

Die Winkler Mühle wird inzwischen in der fünften Generation durch Luisa Winkler, als erste Frau, geführt. Seit Oktober 2025 repräsentiert sie als Bayerische Mehlkönigin das bayerische Müller- und Mühlenhandwerk und verbindet als ausgebildete Müllermeisterin das traditionelle Handwerk mit modernen Ideen und neuen Perspektiven für die Zukunft. Rund 1.000 Tonnen Getreide werden pro Jahr in Gustenfelden verarbeitet. Die daraus entstehenden Mehle und weiteren Erzeugnisse werden über regionale Supermärkte, Gastronomiebetriebe und den eigenen Mühlenladen vermarktet. Damit ist die Winkler Mühle nicht nur ein traditionsreicher Familienbetrieb, sondern auch ein wichtiger Teil regionaler Wertschöpfung und Nahversorgung.

„Der Besuch bei der Winkler Mühle hat mir eindrucksvoll gezeigt, was unseren ländlichen Raum stark macht: Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihr Handwerk beherrschen und den Mut haben, Tradition mit Innovation zu verbinden. Luisa führt die Mühle mit beeindruckendem Engagement und zeigt zugleich, dass auch ein jahrhundertealtes Handwerk eine moderne und erfolgreiche Zukunft haben kann. Diese Leistung verdient unsere Anerkennung und unsere Unterstützung.“, so Ralph Edelhäußer MdB.

Im anschließenden Austausch standen die aktuellen Chancen und Herausforderungen des Müllerhandwerks im Mittelpunkt. Gesprochen wurde unter anderem über Innovation und Investition, die anspruchsvolle und verantwortungsvolle Arbeit des Müllerberufs sowie die Frage, wie das Handwerk auch für kommende Generationen attraktiv gehalten werden kann. Dabei wurden auch die politischen Rahmenbedingungen angesprochen. Herausforderungen ergeben sich unter anderem durch baurechtliche Vorgaben, die zunehmenden Auswirkungen von Wettereinflüssen auf die Getreideproduktion, die Preisentwicklung am Markt sowie die langfristige Sicherung des Handwerks und seiner Fachkräfte.

Die Bedeutung der Mühle für die Region wird auch mit Blick auf die Zahl der noch produzierenden Betriebe deutlich: In Deutschland gibt es inzwischen weniger als 180 von ehemals 19.000 Mühlen, die noch aktiv betrieben werden. Im Landkreis Roth sind mit der Winkler Mühle in Gustenfelden und der Mühle Brechtelsbauer noch zwei vollproduzierende Mühlen erhalten geblieben.

„Gerade deshalb ist es wichtig, den Blick auf die Leistungen unserer Handwerks- und Familienbetriebe zu richten. Die Arbeit in einer Mühle erfordert Fachwissen, Verantwortung und großes Engagement. Betriebe wie die Winkler Mühle zeigen, dass Tradition kein Gegensatz zu Innovation sein muss“, so Edelhäußer.

Redakteur08